Die Lobodots
  Jonas und die spinne Emil
 
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Jonas und die Spinne Emil


 

Es waren Sommerferien und Jonas durfte seinen Freund Nils einladen am Wochenende bei ihm zu übernachten, aber nur wenn er heute selber sein Kinderzimmer aufräumen würde.

Da Jonas sich auf den Besuch freute beschloss er aufzuräumen, obwohl er eigentlich lieber draußen spielen wollte.

Ach, wo soll ich denn nur anfangen?“ sagte Jonas seufzend und zuckte mit den Schultern.

Am besten mit den vielen Kleidern dort vor deinem Bett.“ antwortete Jonas Mutter die plötzlich im Türrahmen hinter ihm stand.

Als seine Mutter anfing zu reden zuckte Jonas zusammen und erschrak sich sehr da er nicht bemerkt hatte das seine Mutter ihm zu seinem Zimmer gefolgt war.

Du brauchst dich doch nicht zu erschrecken! Ich bin nur mitgekommen, weil...“

...Weil du mir beim aufräumen helfen willst! Stimmt's?“ unterbrach Jonas seine Mutter, hoffnungsvoll lächelnd.



 

Eigentlich nicht. Ich wollte dich nur bitten das du zuerst die alte Wäsche einsammelst und mir ins Bad bringst, damit ich sie waschen kann während du dein Zimmer aufräumst. Wenn ich mit dem waschen fertig bin helfe ich dir auch noch ein bisschen.“ sagte sie und ging ins Bad.

Nachdem er seiner Mutter die Wäsche gebracht hatte fing er an seine Murmeln einzusammeln, dabei entdeckte er sein lange vermisstes Jojo.

Hey, da ist ja mein Jojo was ich schon so lange gesucht habe!“ sagte Jonas fröhlich und fing an damit zu spielen.

Nach ein paar Minuten rief seine Mutter laut: „Jonas? Was machst du? Ich hör dich gar nicht mehr aufräumen!“

Ich räume doch auf!“ antwortete er schnell während er sein Jojo weg legte um weiter Ordnung zu machen.

Nach einer weile sagte sich Jonas: „Wenn ich mich beeile, kann ich vielleicht später noch draußen spielen und Nils darf dann trotzdem kommen.“

Deshalb fing er an alle Sachen, die verstreut in seinem Zimmer herum lagen, in den großen Kleiderschrank zu räumen.

Als er damit fertig war und den Schrank geschlossen hatte, betrachtete er zufrieden sein aufgeräumtes Zimmer und rief seine Mutter:

Mama, ich bin fertig mit aufräumen! Darf ich jetzt endlich draußen spielen?“

 




Während Jonas Mutter ins Kinderzimmer kam um nach zu schauen ob Jonas wirklich fertig war, sagte sie:

Das ging ja schnell! Aber du musst noch Staubsaugen, danach darfst du dann raus.

Froh darüber das seine Mutter nicht bemerkt hatte das er heimlich alle seine Sachen in den Kleiderschrank getan hatte, holte er den Staubsauger aus der Abstellkammer und fing an sein Zimmer zu saugen.

Jonas liebte das Geräusch vom Staubsauger und versuchte es während dem saugen so gut er konnte nach zu machen:

Bzzzzzzzzzzzzzzzzzzz“.

Unter Jonas Bett wohnte Emil, eine große Spinne mit acht haarigen Beinen.

Da er, im Gegensatz zur seiner Mutter, Spinnen liebte hatte er Emil erlaubt dort heimlich zu wohnen.

Jonas musste besonders vorsichtig sein wenn er unter dem Bett saugte, um nicht nochmal, so wie beim letzten aufräumen, versehentlich Emils großes Netz zu beschädigen.

Während er, mit dem Staubsaugerrohr in der Hand, das Netz von Emil genauer betrachtete sah er viele kleine Kügelchen darin hängen, die gestern noch nicht dort gewesen waren.

Du Emil, wenn ich mein Zimmer aufräumen muss, solltest du in deinem Netz aber auch mal wieder Ordnung machen. Du versteckst dich bestimmt nur weil du keine Lust dazu hast“ sagte Jonas und schaute umher wo sich seine spinne versteckt haben könnte.


Doch zu spät, denn Jonas hatte nicht bemerkt das Emil zum Staubsaugerrohr gelaufen war, welches er immer noch in der Hand hielt.

Als Jonas Emil endlich fand, sah er gerade noch wie die arme Spinne ein gesaugt wurde.

Nein, Emil!“ rief Jonas entsetzt, machte so schnell er konnte den Staubsauger aus und holte den Staubsaugerbeutel heraus um darin nach Emil zu suchen.

Du armer!“ wimmerte Jonas verzweifelt während er in den Staubsaugerbeutel hinein schaute.

Da er Emil nicht sah und angst hatte das er ihn verletzen könnte, wenn er den Beutel einfach umdrehte um den Inhalt aus zu lehren, versuchte er den Beutel vorsichtig auf zu reisen.

Der Beutel war aber stabiler als Jonas vermutet hatte, deshalb zog er nun, so fest er konnte, mit beiden Händen an dem Staubsaugerbeutel.

Plötzlich gab der Beutel nach und riss in zwei Hälften.

Der ganze Inhalt flog mit einer riesigen Staubwolke über Jonas und auf den gerade gesaugten Fußboden.

Jonas fing direkt an in dem Staub nach Emil zu suchen und war erleichtert als er ihn endlich, unverletzt wieder fand.

Er nahm Emil auf die Hand und pustete vorsichtig den Staub von ihm.

Oh, das tut mir so leid! Ich werde es wieder gut machen!“ sagte Jonas hustend mit einer vom Staub kratzig gewordenen Stimme und setzte Emil zurück in sein Netz.

Während Jonas überlegte wie er seine Spinne wieder glücklich machen konnte, ging er schnell in die Küche um etwas zu trinken.


Da fiel Jonas plötzlich ein das er Emil doch eine dicke Fliege bringen könnte.

Als er gerade dabei war hinter dem Blumentopf, auf der Fensterbank, nach einer toten Fliege für Emil zu suchen, kam seine Mutter mit einem Korb voll frischer Wäsche, in die Küche, um sie aufzuhängen.

Als sie Jonas sah erschrak sie so sehr das sie fast den Wäschekorb fallen lies.

Wie siehst du denn schon wieder aus?“

Erst jetzt bemerkte Jonas das er von oben bis unten voller Staub war und was er mit der Rettung seiner Spinne angerichtet hatte.

Es tut mir leid, das wollte ich nicht, ich wollte doch nur Emil retten!“ sagte Jonas etwas beschämt und erzählte seiner Mutter was geschehen war.

Obwohl sie nicht verstehen konnte, wieso Jonas bereit war so viel zu tun um eine kleine Spinne zu retten, erkannte sie trotzdem seine gute Absicht und konnte ihm nicht mehr böse sein.

Weist du was Jonas? Geh erst mal baden. Danach machen wir dein Zimmer wieder sauber und bringen deinen Freund Emil raus in die Gartenhütte wo er ab sofort wohnen kann.“

 



Oh Toll! Dann sind Emil und mein Regenwurm Ralf ja Nachbarn“ sagte Jonas glücklich und ging ins Bad.

Nach dem er zusammen mit seiner Mutter das Kinderzimmer sauber gemacht hatte, legte er sich unter sein Bett um Emil einzufangen und brachte ihn in die Gartenhütte.

So Emil, hier darfst du gerne wohnen und so viele Netze bauen wie du möchtest.“ sagte Jonas und lies seine Spinne frei.

Ein paar Tage später schaute Jonas unter seinem Bett nach dem ehemaligem Netz von Emil, um sich die kleinen Kügelchen nochmal genauer anzusehen.

Mittlerweile waren aus den kleinen Kügelchen im Netz sehr viele kleine Babyspinnen geschlüpft.

Wie süß, Baby Spinnen!“ sagte Jonas fröhlich.

Dann kann mein Emil aber gar kein Emil sein, sondern er ist eine Emiline, die Mama geworden ist!“

Nach dem Jonas seiner Mutter erzählt hatte das Emil kein Junge sondern ein Mädchen ist und viele Babys bekommen hatte, gab sie ihm eine Tüte und sagte: „Stülpe die Tüte über das Netz um so alle Babyspinnen einzufangen und bring sie zu Emiline in die Gartenhütte, denn dort haben die kleinen es viel besser.

Au fein, das mach ich!“ sagte Jonas glücklich und brachte die Spinnenbabys zu ihrer Mama Emiline.

Diese geschichte darf jeder kopieren zum Vorlesen!


 


 

 

 
   
 
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